h.c. artmann

wer an quellen lebt, besitzt die klareren augen: er deutet die schatten der schatten, er liest die spurlosen spuren der tiere, er durchblickt die spiegel der wurzeldunklen labyrinthe.

wer an quellen lebt, erkennt die symbiose von umrissener idee und beweglichem ziel; er stellt die entwicklung vom saurier zum libellenwesen mit zeitraffern nach - er löscht die zwischenräume.

wer an quellen lebt, ist der geist des jägers, der sich in einer transparenten bernsteinnuß verborgen hält; getragen von unterbewertung der träume, bewirkt er das sichauseinandersetzen von ursprung und mündung.

für anton christian